1992 - 1995: Satire in "Verstehen Sie Spaß?". Harald Schmidt erfand den Samstag-Abend neu

1992 ging ein junger Moderator an den Start, der die Zuschauer mit Sendungen wie MAZab, Pssst... und Schmidteinander auf sich aufmerksam machte. Harald Schmidt eroberte den Samstag Abend. Mit der Nachfolge von "Verstehen Sie Spaß?" trat er in die Fußstapfen der TV-Lieblinge Paola und Kurt Felix. Ideengeber blieben nach wie vor die Macher der Streiche, allerdings gab Schmidt mit seiner zynischen Art den Filmen sowohl in den Kommentaren als auch als Akteur eine besondere Note.

"Verstehen Sie Spaß?" besteht ab sofort aus dem einen Teil Streichen, dem anderen Teil Musik und - neu - einem Teil StandUp, was man als solches damals noch nicht kennt.

Wichtig für Schmidt ist das Publikum in der Halle auf sich zu lenken und zu unterhalten, denn wenn es in der Halle klappt, sind die Zuschauer zu Hause auch unterhalten, so Schmidt im Interview mit Alfred Biolek.

Im Laufe der Zeit wurden die Streiche immer weniger, vor allem wichtige Bestandteile der Show wie die Promifilme oder das Spaßtelefon fielen weg. Die 120 Minuten, die als Eurovisions-Sendung auch in der Schweiz und in Österreich ausgestrahlt wurden, füllten sich nach und nach immer mehr mit Schmidts Comedy und Musik-Acts.

"Redaktionelle Fehler", so Kurt Felix, waren der Auslöser dafür, dass 1995 mit "Verstehen Sie Spaß?" vorerst Schluss sein sollte.

Nach 17 Sendungen warf Schmidt das Handtuch und verabschiedete sich vom Samstag-Abend-Publikum der ARD und wechselte zu SAT.1.